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- Geschrieben von: Michael Ufert
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Beratung — 13. Januar 2023 Am 13.01.2023 fand eine Beratung des Sächsischen Kultusministeriums mit den Schulleitungsverbänden statt. 📄 Zusammenfassung der Beratung PDF — Download |
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Beratung — 13. Januar 2023 Am 13.01.2023 fand eine Beratung des Sächsischen Kultusministeriums mit den Schulleitungsverbänden statt. 📄 Zusammenfassung der Beratung PDF — Download |
Gespräch zwischen SSV und Sächsischem Kultusministerium
5. Juni 2020 · 11:00 – 12:30 Uhr
Staatsminister Christian Piwarz © Ronald Bonss
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Teilnehmerinnen und Teilnehmer
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Es gab einen sehr intensiven Meinungsaustausch mit teils unterschiedlichen Sichtweisen zu folgenden Themen:
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1. Schulleiter während der Corona-Zeit
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2. Kommunikation und Informationswege
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3. Allgemeinverfügungen und Regelungen in der Corona-Zeit
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4. Weiterer Ablauf des Schuljahres — Ausblick auf das neue Schuljahr
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Das Gespräch fand in einer sehr offenen und wertschätzenden Atmosphäre statt und diente dem Abgleich verschiedener Sichtweisen. Wir sind uns sicher, dass die unterbreiteten Vorschläge und Hinweise in künftige Entscheidungen einfließen werden. Es wurde vereinbart, die Gespräche in regelmäßigen Abständen zu unterschiedlichen Themen fortzusetzen.
Öffentliche Anhörung im Sächsischen Landtag
Ausschuss für Schule und Sport · 21. September 2018
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Anlass der Anhörung Sachverständigenanhörung zum „Gesetz zur Umsetzung des Handlungsprogramms der Sächsischen Staatsregierung zur nachhaltigen Sicherung der Bildungsqualität im Freistaat Sachsen" Der Sächsische Schulleitungsverband war vertreten durch Steffen Wurm, der die Einschätzung des Verbandes zur Wirksamkeit des Artikelgesetzes einbrachte. |
Steffen Wurm machte darauf aufmerksam, dass das Gesetz aus Sicht des SSV deutliche Defizite aufweist — insbesondere im Hinblick auf die an Schulen wirksame Verantwortungsstruktur. Seit Jahrzehnten steigt die Zahl der von Schulleitungen zu tragenden Aufgaben permanent an. Allein in den letzten Jahren war die Arbeitsverdichtung enorm.
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Gestiegene Anforderungen durch Migration und Integration Durch die Aufnahme deutlich mehr Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund stiegen nicht nur die Anforderungen an Schulen mit VKA-Klassen, sondern auch an jene, die Schüler in Phase DaZ II zur Teilintegration aufnehmen mussten. Hinzu kommt mit dem neuen Schulgesetz die Inklusion. Die meisten Schulen können die dafür nötigen Voraussetzungen nicht erbringen. |
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Lehrerausbildung und Seiteneinsteiger Schulleiter tragen in gestiegenem Maße die Verantwortung für die Lehrerausbildung. Der Ausbildungsaufwand für Seiteneinsteiger ist erheblich höher. An Schulen mit einem Seiteneinsteiger-Anteil von 25 bis über 50 % ist er anforderungsgerecht nicht mehr leistbar. Das Artikelgesetz würdigt diese Steigerung der Verantwortung nicht im gebotenen Maß. Seit 1992 erfolgte beispielsweise keine Anpassung der schulbezogenen Anrechnungsstunden an die gestiegene Aufgabendichte. |
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Verletztes Abstandsgebot und ungleiche Ämterstruktur Auch in der durch das Gesetz angestrebten Ämterstruktur findet die gestiegene Verantwortung keine Reflexion. Der SSV sieht das Abstandsgebot verletzt — eine Einschätzung, die auch von weiteren Sachverständigen geteilt wurde, darunter Prof. Ungerer (Landesbildungsrat) und Rechtsanwalt Neie. Bei Umsetzung des vorliegenden Entwurfs wäre es möglich, dass ein Fachberater finanziell besser gestellt ist als ein Schulleiter. Zudem ist nicht nachvollziehbar, warum Lehrer sofort in eine höhere Entgeltstufe eingruppiert werden können, Schulleiter hingegen erst nach Absolvierung einer Wartefrist. |
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Verbeamtungsangebot und Nettolohngerechtigkeit Nahezu Einigkeit herrschte unter den Sachverständigen, dass ein Verbeamtungsangebot an Lehrer auf den aktuellen Lehrermangel reagiert. Offen bleibt jedoch, warum durch die Absenkung des Höchsteintrittsalters nur eine Minderheit profitiert. Die übergroße Mehrheit der Lehrer wird die Nettolohndifferenz als Gerechtigkeitslücke empfinden. Auf Schulleiter wirkt dieser Effekt in besonderer Ausprägung: Seit Jahren arbeiten angestellte Schulleiter in Sachsen für ein Nettoentgelt, das im Wesentlichen dem eines angestellten Lehrers entspricht — ein Umstand, den das vorliegende Gesetz nicht abstellt. |
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Eindeutige Forderung des SSV Schulleiterinnen und Schulleiter sind zum 01.01.2019 ohne Beurteilungsverfahren und Wartefrist in das jeweilige Beförderungsamt zu heben. |
Sächsische Schulleiter fordern: Mehr leisten – aber mit wem, wo, womit?
Positionspapier des Sächsischen Schulleitungsverbandes
Michael Ufert, Vorsitzender SSV
Sächsische Schulleiterinnen und Schulleiter an Grund-, Förder- und Oberschulen sollen immer mehr leisten. Doch mit wem, wo, womit — und wann? Folgende Problemlagen müssen dringend bearbeitet werden:
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1. Personal Ausgebildete Lehrer sind Grundvoraussetzung für wirkungsvollen Unterricht. Wenn Schulen aber erst die Lehrer ausbilden sollen, braucht es dafür auch Personal. Zusätzlich benötigen Schulen besetzte Sekretariate, Hausmeister, Sozialarbeiter und Integrationsbegleiter — nach Bedarf der Schülerinnen und Schüler, nicht nach Kassenlage. Als Verband von Schulexperten drängen wir auf verbesserte Bedingungen für Lehrkräfte, damit junge Menschen diesen Beruf ergreifen wollen. Das Prinzip muss gelten: Pädagogik durch Pädagogen, Sozialarbeit durch Sozialarbeiter, Betreuung durch Betreuer. |
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2. Bau und Ausstattung Gut ausgestattete Schulen mit ausreichend Räumen für alle Aufgaben und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen oft. Inklusion, Beratung, Betreuung und Ganztagsangebote finden bisher viel zu häufig im Klassenraum statt — Unterricht wird zur Nebensache. In vielen Schulen kann nur ein Teil der Schülerschaft zu Mittag essen, da Mensen fehlen. Beratungslehrer beraten auf kalten Fluren, Förderung findet im Treppenhaus statt. Zur Chancengerechtigkeit gehört ein verbindlicher Ausstattungsstandard für alle Schulen — und zwar nicht nur für digitale Medien. |
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3. Tarife und Eingruppierung Sächsische Lehrkräfte und Schulleitungen arbeiten seit Jahrzehnten aus Berufung — doch das reicht nicht mehr für die Nachwuchsgewinnung. Wir stehen für die Anerkennung der Gleichwertigkeit des Unterrichts in allen Schularten und damit für die gleiche Eingruppierung aller Lehrkräfte. Im Verzicht auf die Verbeamtung sehen wir einen klaren Standortnachteil im Deutschlandvergleich. Für die Besetzung der vielen offenen Schulleitungsstellen fordern wir die Anhebung der Eingruppierung. Wenn weiterhin der Fachberater höher eingruppiert ist als mancher Schulleiter — wer will dann noch eine Schule leiten? Schulleitungen benötigen ausreichend Verwaltungspersonal und Leitungszeit, um Inklusion, Förderung der Migranten und Ausbildung der Seiteneinsteiger zu organisieren. |
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„Die Lösungen aller dieser Problemlagen stehen unter enormem Zeitdruck und kosten viel Geld. Doch noch nie waren die Gelegenheit und die Bereitschaft zu Veränderungen so günstig wie jetzt. Sollte jedoch weiterhin mit geringem Mitteleinsatz nur Schadensbegrenzung betrieben werden, wird das sächsische Schulsystem in absehbarer Zeit kollabieren.“ Michael Ufert, Vorsitzender des Sächsischen Schulleitungsverbandes |
Wir engagieren uns für eine landesweite, parteienübergreifende Bildungsoffensive in Sachsen — für leistungsfähige Grund-, Förder- und Oberschulen.
| 📄 Presseerklärung PDF — Download |
Glückwunsch und Erwartungen an den neuen Staatsminister für Kultus
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Sächsische Schulen brauchen starke Führung. Deshalb wünscht der Sächsische Schulleitungsverband dem neuen Staatsminister für Kultus, Frank Haubitz, Kraft, Geschick und viele Verbündete — um alle sächsischen Schulen nicht nur zu verwalten, sondern zu gestalten. Dazu braucht es schnell viele gut ausgebildete Lehrer und besonders engagierte Schulleitungen. |
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Handlungsbedarf Unser Verband bemängelt, dass an den Schulen in Sachsen immer mehr Stellvertreter und Schulleiter fehlen. Ebenso alarmierend ist, dass trotz größter Verantwortung — etwa bei der Einbindung der vielen Lehrer ohne Ausbildung und bei der Organisation von Inklusion — an Leitungszeit, Personal und Räumen gespart wird. |
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Unser Angebot Der SSV ist bereit für eine intensive Zusammenarbeit — zur bestmöglichen Bildung und Erziehung sächsischer Schülerinnen und Schüler, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und zur Stärkung der Schulleitungen an allen Schularten. Damit Sachsen ein Bildungsstandort bleibt. |
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